Mobbing in der Schule

Wann immer sich eine größere Gruppe von Menschen versammelt, kommt es zu den gleichen psychologischen Phänomenen. Meist wird von der Gruppe unterbewusst recht schnell eine Leitfigur bestimmt, an die sich die restlichen Mitglieder halten, die den Ton angibt und die die Gruppe zu bestimmten Aktionen oder Verhaltensweisen verführt. Der Großteil der Gruppe richtet sich nach dieser Person und so wird schnell ihr Wort zum allgemeingültigen Gesetz.

Oft gibt es eine einzelne Person, auf die es der Leithammel abgesehen hat. Meist sind die Gründe für die Ausgrenzung dieser bestimmten Person gar nicht klar oder rational erklärbar. Es reicht eine Verhaltensweise, eine dummer Bemerkung, eine falsche Geste der betreffenden Person, um die Missgunst zu erregen und diesen Menschen zukünftig aus der Gruppe auszuschließen.

Das Mobbing nimmt seinen Lauf. Egal ob in der Schule oder am Arbeitsplatz, egal aus welcher Schicht man stammt, Mobbing scheint vor nichts Halt zu machen und es ist einer der schlimmsten Dinge, die man einem anderen Menschen antun kann. Er wird von der Gruppe systematisch niedergemacht, viele machen sich offensichtlich über ihn lustig und ahmen ihn nach. Das führt dazu, dass sein Selbstwertgefühl bald schon am Boden ist und er sich schlecht, klein und minderwertig fühlt. Die Persönlichkeit des Betreffenden wird rigoros zerstört und meist braucht es lange bis ein Mobbingopfer sich von solch einem traumatischen Ereignis wieder erholt.

Gerade Kinder oder heranwachsende Jugendliche können besonders gemein und fies zu ihren Mitschülern sein und empfinden kein Mitleid. Warum Mobbing entsteht kann nicht eindeutig geklärt werden. Vielleicht möchten die Schüler, die andere mobben selbst von ihren Schwächen und Minderwertigkeitskomplexen ablenken. Es gibt ihnen ein gutes Gefühl, sich über jemand anderen zu stellen und sich über den Betreffenden lustig zu machen.