Erinnerungen an meine Schulzeit

In meiner Kindheit und Jugend habe ich sie verflucht, ich habe sie gehasst...jeden Sonntag Abend bekam ich schon schlechte Laune, wenn ich nur daran dachte, dass ich morgen wieder meinen Lehrern gegenübersitzen würde und mir stundenlange Vorträge über die Germanen, die Völkerwanderung, die binomischen Formeln und Schillers Räuber anhören müsste.

Heute denke ich mit Wehmut an meine Schulzeit zurück. Wie oft denkt man daran, wie unbeschwert und leicht das Leben damals noch war. Man musste sich keine Gedanken darüber machen, wie es mit einem weitergehen sollte, welche Berufswahl die richtige für einen wäre oder wo man einmal wohnen würde. Was man zu lernen hatte, bekam man vorgegeben und es war immer genug Zeit sich nachmittags und am Wochenende mit seinen Freunden zu treffen.

Außerdem sah man jeden Tag in der Schule seine Klassenkameraden und eigentlich hatte man immer recht viel Spaß zusammen.

Vielleicht ist aber auch einfach wie immer und man beginnt, die Dinge in der Vergangenheit zu verherrlichen und schön zu reden und vergisst nur allzu schnell die Strapazen, die Lernerei und die Langeweile, die zum täglichen Schulalltag dazugehörten.

Erinnerungen spielen den Menschen oft einen Streich und man sollte versuchen die objektive Sicht der Dinge nicht aus den Augen zu verlieren. Aber eigentlich ist es auch gut, dass das Gedächtnis des Menschen auf diese Art arbeitet, die negativen Gefühle im Nachhinein herausfiltert und die schönen Erinnerungen bestehen bleiben.